Mathias Steinauer

Komponist

Mathias Steinauer

Ein Komponist, Dozent und Performer, dessen Katalog präzise zeitgenössische Schreibweise mit der Atmosphäre live erlebter Kultur verbindet.

64

Werke

37

Aufnahmen

6

Bilder

Biografie, Bilder und Werke leben jetzt gemeinsam hier, damit der künstlerische Hintergrund die Veranstaltungen unterstützt, ohne den Weg zu zerstreuen.

Leben und Kontext

Ein Komponist, geprägt von Orten, Lehre und Aufführung.

Geboren in Basel im Jahr 1959, ist Mathias Steinauer ein renommierter Komponist und Professor, dessen Werke in Europa, Asien und Amerika aufgeführt wurden.

Geboren in Basel

Mathias Steinauer wurde in Basel, Schweiz, geboren.

Musikalische Studien in Basel

Studierte Klavier, Komposition und Musiktheorie bei Robert Suter und Roland Moser an der Musikakademie Basel.

Studien bei György Kurtàg

Mathias studierte Komposition bei dem renommierten Komponisten György Kurtàg in Budapest von 1986 bis 1988.

Professor für Musiktheorie

Mathias war Professor für Musiktheorie und Komposition an der Zürcher Hochschule der Künste.

ISCM World New Music Days

Mathias war der künstlerische Leiter der ISCM World New Music Days die in der Schweiz stattfanden.

Keyboarder in “The Stone Alphabet”

Mathias spielt Keyboards im Ensemble "The Stone Alphabet".

Bilder

Visuelle Fragmente

Ein kleines visuelles Archiv im Erzählfluss: Porträts, Arbeitsmomente und Spuren der Orte rund um die Musik.

Mathias Steinauer
Mathias Steinauer
Mathias Steinauer
Mathias Steinauer
Mathias Steinauer
Mathias Steinauer

Werke & Klänge

Kompositionen, Aufnahmen und Klangfragmente.

Der vollständige Katalog bleibt verfügbar, ist jetzt aber leichter zu überblicken, zu durchsuchen und mit vorhandenen Aufnahmen zu verbinden.

2024 Aufnahme 13'00"

GROUNDS, op. 40 (2024)

aus „Tectonic Tales“

Flöte, Klarinette, Oboe, Fagott, Horn, 2 Violinen, Viola, Violoncello, Kontrabass, Zuspielband

GROUNDS ist im Grunde eine Reise durch einen Klangraum aus Stein, Holz, Metall, Haaren und Atem. Dem Ende entgegen, den Wurzeln zugeneigt und… schwingt da nicht auch sanft ein musikhistorischer Kontext mit? Ab Band (Felix Perret bespielt Steintische und ein Orgalitho von Beat Weyeneth) erklingen ausschließlich naturbelassene und elektronikfreie Steinklänge: Ich ordnete sie, hörte lange in sie hinein und imaginierte schließlich aus ihnen heraus musikfähige Strukturen, welche die Steinklänge umschließen, verdichten, verfärben und kontrapunktieren.

2022 Aufnahme 12'00"

Canti in forma di ritratti appesi a fili sottili, op. 39 (2022)

Zwei Violoncelli

Die einzelnen Portraits werden verbunden durch zumeist fein gesponnene „Klangfäden“. Die portraitierten Personen, auf deren Melodien das Werk beruht, sind: Tsega (Eritrea), Regula (Zwei Härze, Wallis), Carmen (Mis Derfi, Wallis), Mursal (Liebeslied, Somalia), Sonam (Gebet, Tibet), Weldeselase (Liebeslied, Eritrea), Regula (Mis Gletscheralphitje, Wallis).

2022 20'00"

Le Château imaginaire, op. 37 (2021/2022)

Von Menschen und Räumen

Saxophon-Duo, Harfe, Viola

Co-Creation von Mathias Steinauer und Slide Ensemble. Zum Publikum: „Stellen Sie sich ein Schloss vor, IHR Schloss, mitsamt Park, See und Wald, und natürlich auch mit allen wichtigen Details. Wir tun dasselbe. Vielleicht helfen wir Ihnen beim Imaginieren, vielleicht stören wir Sie. Verbringen wir gemeinsam Zeit, in Räumen – träumend.“

2021 Aufnahme 3'30"

Archaeopteryx, op. 36 (2021)

aus „Tectonic Tales“

6 Perkussionisten mit Eiern, Gezwitscher, Steinen

Beim Spalten einer 150 Millionen Jahre alten Kalkplatte stieß 1860 ein Arbeiter in Solnhofen auf eine Versteinerung, die in allen Details einer Vogelfeder glich. Man nannte diesen Fund Archaeopteryx („Alte Feder“). Vor 150 Millionen Jahren glich Solnhofen einem tropischen Insel-Paradies. Zwar habe Archaeopteryx aktiv fliegen können; zu langen, kräftezehrenden Flügen sei er jedoch unfähig gewesen. Die Vögel eroberten nach und nach den Luftraum und sind heute mit über 10.000 Arten auf der Erde vertreten. Archaeopteryx, die Ikone dieser evolutionären Erfolgsgeschichte, ist mittlerweile zum berühmtesten Fossil überhaupt avanciert.

2020 35'00"

MOSAIC, op.35 (2020)

10 Portraits, 5 Steinschläge, 2 weitere Stücke

Flötenquartett, Schlagzeugduo, weitere Mitspielende

Ein Projekt mit Menschen, Klängen, Steinen und Bildern zum Thema „Das Matterhorn – ein Immigrant aus Afrika“. Die 17 Stücke sind Angebote. Die Großform wird durch die Aufführenden erarbeitet, definiert und verantwortet. Zusätzlich zu diesen 17 Stücken sind viele andere musikalische „Mosaik-Steine“ von anderen beteiligten Komponierenden, Improvisierenden und/oder anderen Teilnehmenden erwünscht und zu integrieren.

2020 35'00"

Einfalt, op. 33 (2020)

11 Lieder zu Textfragmenten von 柱甫 Du Fu (712–770)

Stimme/Synthesizer, Blockflöten, Projektion

„Einfalt“ bezeichnet eine gewisse Begrenztheit des Verstandes und Geradheit des Urteils (...). Auch unserer Spezies ist wohl nur eine begrenzte Zeit gegeben. Seit Jahrtausenden scheinen wir im Kern fast entwicklungsunfähig. Was sich ändert ist die Art und Weise, wie Einzelne von uns dies auszudrücken vermögen. Projektion: Visuals von John Lavery (1856–1941).

2017 Aufnahme 7'30"

Bells and Chants for Benjamin, op.32 (2016/17)

E-Gitarre, Video-Projektion

Dies ist eine eher stille Hommage an Benjamin Britten. Britten ist präsent durch sein filmisches Abbild und seine selbst geäußerten Gedanken in Bezug auf Instrumentalmusik, elektronische Musik und Kantabilität. Meine Musik reibt sich an diesen Gedanken, sie lässt sich aber auch auf sie ein.

2019 1'30"

Nun schlägt dem Ü5/6 das letzte Stündlein, op. 31/4 (2019)

Violoncello, Mini-Mundharmonika, Rezeptions-Klingel

Zusätzlich mit Mini-Mundharmonika und Rezeptions-Klingel.

2018 Aufnahme 19'

L'arpentage des ondes, op.31.3b (2017/18)

3 Klaviere, Celesta, 6 Schlagzeuger

Herr Palomar steht am Ufer und beobachtet das Meer. Vielleicht könnte ein Inventar aller möglichen Wellenbewegungen der Schlüssel sein, um die Komplexität der Welt in den Griff zu bekommen: durch ihre Reduktion auf den einfachsten Mechanismus.

2017 5'30"

L'arpentage des ondes, op.31.3a (2017)

14 Instrumente, 3 einzelne Orgalitho-Steine

Herr Palomar steht am Ufer und beobachtet das Meer. Vielleicht könnte ein Inventar aller möglichen Wellenbewegungen der Schlüssel sein, um die Komplexität der Welt in den Griff zu bekommen: durch ihre Reduktion auf den einfachsten Mechanismus.

2016 Aufnahme 4'

Tempora metimur, op.31.2 (2016)

Sopran, Klavier

"Tempora metimur sonitu, umbra, pulvere et unda, nam sonus et lacrima, pulvis et umbra sumus." (Wir messen die Zeit mit Schall, Schatten, Staub und Wasser, denn Klang und Träne, Staub und Schatten sind wir.) Diese anonyme Inschrift lässt sich zeitlich nicht datieren. Möglich wäre ein römischer oder auch ein mittelalterlicher Ursprung. NB: das Klavier verwendet 4 e-bows.

2012 6'

...wie ein Theater AUF Gleis..., op. 31/1 (2012)

ein Reise-Spiel

Flöte, Klarinette, Klavier, Schlagzeug, Violine, Violoncello, Film-Projektion

Musiktheater.

2015 Aufnahme 13'

A part of the flock (so nicely brightly), Op. 30.2 (2014/15)

ein hypnotisches Lichtspieltheater

Flöte, Klarinette, Schlagzeug, Klavier, Violine, Violoncello, Projektionen

Video: „Electric Sheeps“, zusammengefügte Bildschirmschoner. Totalitarismus zeichnet sich dadurch aus, dass eine gewaltige Propagandamaschine den Menschen einredet, schwarz sei weiß und weiß sei schwarz. Sie lässt einfach Abfallhalden unter imaginären Blumenbeeten verschwinden.

2015 Aufnahme 13'

Kaleidoskop (so nicely brightly), Op.30.1 (2014/15)

ein hypnotisches Lichtspieltheater

Flöte, Klarinette, Schlagzeug, Klavier, Violine, Violoncello, Projektionen

Video: The Splendor of Color. Totalitarismus zeichnet sich dadurch aus, dass eine gewaltige Propagandamaschine den Menschen einredet, schwarz sei weiß und weiß sei schwarz. Sie lässt einfach Abfallhalden unter imaginären Blumenbeeten verschwinden.

2013 Aufnahme 17'

Sieben letzte Mahlzeiten, Op.28 (2013)

Aufzeichnung 11 des königlich bayrischen Henkers Bartholomäus Ratzenhammer

Blockflöte(n), Tenor

Zudem: verschiedene akustische und visuelle Zutaten. Text: Herbert Rosendorfer (Letzte Mahlzeiten).

2012 Aufnahme 17'

Quasi idilliaco, op. 27 (2011/12)

heterotope Idyllen

Solo-Hang, Streichorchester

HANG liegt gefährlich nah an IDYLLE. Einfache Skalen, repetitive Muster und ein einlullender Klang können ohne weiteres Arkadien evozieren – mit all seinen Attributen, seinem Personal und seinem Klang. Natur und Kunst scheinen in dieser künstlichen Konstruktion zu verschmelzen, Zeit und Raum stillzustehen. Fügt man dann noch Streicher hinzu und passt nicht höllisch auf, entsteht unversehens eine REALITÄTSFLUCHT.

2011 Aufnahme 15'

A.S.I.A. – Aspettie Senza Illusione Amplificata, op. 26 (2011)

Orgel solo*

* sowie vom Interpreten zu bedienende Zusatzinstrumente wie Melodica, verschiedene Windspiele, eine sprechende Rechenmaschine aus China... Ich wünsche mir ein ideologiefreies, reines Hören im Raum. Daher verzichte ich weitgehend auf Kirchenpomp, Virtuosität und gepflegte Satztechnik und folge stattdessen oft einstimmigen Verläufen.

2010 ca. 8 Min.

con sordino – fadenscheinig, op.25 (2010)

wie eine klang-installative Projektionsfläche

Solo-Klarinette (B)

Aufführungshinweis – Inszenierung: Das Stück soll auswendig, vollständig mit einer Burka verhüllt gespielt werden!

2009 Aufnahme 7'30''

kurzkurz© (Live at Carnegie), op.24b (2009)

ein monochromes „shanzhai-Rezital“ in Form eines Vexier-Clips

Klavier, kleines gestimmtes Lithophon

Ein chinesisches Markenprodukt erklingt als shanzhai-Raubkopie: kalkulierter Pfusch aus einem kleinen Bergdorf, hergestellt in einer Manufaktur in der südlichsten Provinz der Schweiz.

2009 Aufnahme 7'30"

kurzkurz© (Live at Carnegie), op.24a (2009)

Ein monochromes „Shanzhai-Rezital“ in Form eines Vexier-Clips

Klavier, gleichzeitig zu spielende 5 Tempelblocks, 2 chinesische Woodblocks

Ein chinesisches Markenprodukt erklingt als Shanzhai-Raubkopie: kalkulierter Pfusch aus einem kleinen Bergdorf, produziert in einer Manufaktur im südlichsten Kanton der Schweiz.

2014 Aufnahme 14 Minuten

Come un meccanismo mentale, op. 23b (2009/14)

Flöte, Klarinette, Schlagzeug, Flügel (+Hohner Clavinet), Violine, Cello, quadrophonisch verstärkte Spieluhren

In der Lebensmitte überfällt uns das „Dvořák-Syndrom“. Man zeichnet gedanklich seinen eigenen Weg nach, sucht Wurzeln und erliegt der Verklärung. Hommage an Ephesos, Kindheitserinnerungen an Spieluhren und ein „re-ligio“ an mein op.1.1.

2009 14 Minuten

Come un meccanismo mentale, op. 23a (2009)

E-Gitarre, Hohner Clavinet, Schlagzeug, zwei E-Violinen, E-Viola, E-Cello, zehn Spieluhren

In der Lebensmitte überfällt uns das „Dvořák-Syndrom“. Man zeichnet gedanklich seinen eigenen Weg nach, sucht Wurzeln und erliegt der Verklärung. Hommage an Ephesos, Kindheitserinnerungen an Spieluhren und ein „re-ligio“ an mein op.1.1.

2019 4' 00"

Schlussstein, op. 22.2c (2008/18/19)

Streichorchester, Schwebeklang

„Der Schlussstein ist der oberste Stein eines gemauerten Bogens oder Gewölbes.“ NB: Beim Schwebeklang handelt es sich z.B. um ein elektrisches Stimmgerät auf a1 (440Hz), passend zu den Streichinstrumenten.

2018 4' 00"

Schlussstein, op. 22.2b (2008/2018)

Cello-Oktett, Schwebeklang

„Der Schlussstein ist der oberste Stein eines gemauerten Bogens oder Gewölbes.“ NB: Beim Schwebeklang handelt es sich z.B. um ein elektrisches Stimmgerät auf a1 (440Hz), passend zu den Streichinstrumenten.

2008 Aufnahme 4' 00"

Schlussstein, op. 22.2a (2008)

Streichtrio, Schwebeklang (4 Ausführende)

„Der Schlussstein ist der oberste Stein eines gemauerten Bogens oder Gewölbes.“ NB: Beim Schwebeklang handelt es sich z.B. um ein elektrisches Stimmgerät auf a1 (440Hz), passend zu den Streichinstrumenten.

2007 3' 00"

Bananamanga I–III, op.22.1 (2007)

Drei kurze Stücke, eine quasi comix-artige Situationsfolge, für Daniel Fueter.

Sopran, Horn, Klavier, Kontrabass, eine sprechend-essende Japanerin

Texte, auf Japanisch und Deutsch, von Banana Yoshimoto (aus „Moonlight Shadow“ und „Vollmond“).

2006 Aufnahme 8' 00"

...WOAMM..., op. 21 (2006)

Fünf Audio-Strips

Baglama (Saz), Streichquartett

Splitter verpasster Chancen basierend auf Motiven aus Mozarts „Alla Turca“. 1. Mozarts Kugel wider ein authentisches Türkenbild 2. Im Pulverdampf Versäumtes 3. Orient im Hirn (Derwisch, Bauchtanz und Kaffeehaus) 4. Vision einer Hymne 5. Belagerung des Kebabstandes im Regen, mit klebrigem Nachtisch.

2008 Aufnahme ca. 110' 00''

Keyner nit, op. 20 (2005–2008)

Kammeroper in fünf Akten

7 SängerInnen, Flöten, Klarinetten (auch Saxophon), Horn, Schlagzeug, Klavier (auch Hammond und Clavinet), Violine, Violoncello sowie Einspielungen von verstärkten Geräuschen

Libretto von Mathias Steinauer mit Texten von Luigi Malerba („Pataffio“), Julien Offray de La Mettrie („Die Maschine Mensch“) und Stefano Benni („Der größte Koch von Frankreich“).

2002 Aufnahme 12' 00"

TimeOutMachine, op. 19.3 (2001–2002)

Flöte, Klarinette, Schlagzeug, Klavier, Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass, Gitarre, Videoprojektionen und Zuspiel-CD

Meine TimeOutMachine ist eine musikalisch-visuelle Maschine, die durch Pulsation und Lichtblitze versucht, einen Zeitstillstand zu erzeugen. Film: Reinhard Manz

2001 Aufnahme 3' 00"

Es kommt mich..., op. 19.2 (2001)

Sopran oder Altus und Hammer, Klavier (mit großem Schlägel)

Text: Robert Walser „Lachen und Lächeln“. Vielleicht das kürzeste Gedicht Walsers, entnommen seinem Frühwerk.

2001 3' 00"

I monatti, op. 19.1 (2001)

Saxophon, Horn, Posaune, Klavier, Schlagzeug

...Mitternacht in Mailand, Ende August, auf dem Höhepunkt der Pest, drangen Monatti* oder Betrüger mit Schellen an den Füßen in Häuser ein, um sich ungeniert zu bedienen...

2002 Aufnahme 12' 00"

La dimensione dello strappo, op. 18 (2000–2002)

Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello, Klavier, Schlagzeug mit Stoffinstallation

Beide Sätze thematisieren Aspekte von „Rissen“: 1: „Champ d’aviation“ – Nähe Bozen, 3.2.1998: Ein US-Kampfjet (EA-6B) berührt und zerreißt ein Seilbahnkabel. 2: „Champ de mai“ – Auf einer imaginären Frühlingswiese: ein Paar, ein scheinbar zeitloser Ton, Erinnerungsikonen, und ein rotes Stoffband, das über die Zuhörenden hinweg von hinten nach vorne zerrissen wird.

1999 4' 00"

DIE EINE – frei nach Heine, op. 17.6 (1999)

Klarinette, Violine, Violoncello, (keltische) Harfe

Heimliche Schwärmereien, wechselnde Beziehungen, zornige Eifersucht und nicht erwiderte Liebe: gebrochene Herzen, soweit das Auge reicht...

2000 8' 00"

Corrente. Luminosa, op. 17.5 (2000)

Klangfäden.Gebündelt

4 Violinen, 2 Bratschen, 2 Violoncelli, Kontrabass, Schlagzeug

Diese Hymne an die Geschwindigkeit(en) bewegt sich irgendwo zwischen blendendem Lichtstrom und barocker Pracht.

2000 9' 00"

Aquarium für S.K*., op. 17.4 (2000)

A Portrait

piano, percussion

I transcribed fragments of S.K.'s improvisations and assembled them into a collage. The only element I added was the framework of this sound portrait: the percussion. *Sergey Kuryokhin (Leningrad, 1954 – St. Petersburg 1996) was, according to his former professors, a “talented good-for-nothing.” He himself considered music the most important, utterly indispensable thing. He was a pianist, composer, improviser, actor, nonconformist, pop star and invented his own system of conducting gestures.

2023 10' 00"

Sott'acqua, op. 17.3b (1999/2023)

For Gregorio, Armando, Sho, Luca, Simone, Andrea and Alberto

percussion sextet, orchestra, freely improvised solo

Composed, pre-conceived, notated music meets non-notated, mostly unnotatable, improvised music created in the moment. The boundary can be very fine, nebulous, or hazily blurred.

2023 Aufnahme 10' 00"

Sott'acqua, op. 17.3a (1999/2023)

In memoriam Giorgio Bernasconi

percussion sextet and freely improvised solo

Composed, pre-conceived, notated music meets non-notated, mostly unnotatable, improvised music created in the moment. The boundary can be very fine, nebulous, or hazily blurred.

1999 Aufnahme 10' 00"

Sott'acqua, op. 17.3 (1999)

soprano saxophone, horn, trombone, percussion, piano, freely improvised solo

Composed, pre-conceived, notated music meets non-notated, mostly unnotatable, improvised music created in the moment. The boundary can be very fine, nebulous, or hazily blurred.

2021 Aufnahme 8' 00"

fossils&shadows, op. 17.2d (1999/2021)

Akkordeon, Tonband

Fünf Aspekte bestimmen weitgehend die Form der 15 kurzen Stücke und die innere Beschaffenheit der Musik: Stein als Klang: Erforschung der klanglichen Möglichkeiten dieses neuen Instrumentes. Stein als formale und mikroformale Inspirationsquelle: Einzelstücke, quasi aneinanderliegend.

2018 Aufnahme 10' 00"

fossils&shadows, op. 17.2c (1999/2018)

Lithophon, Violine, Viola, Violoncello, Klavier, Steine

Fünf Aspekte bestimmen weitgehend die Form der 15 kurzen Stücke und die innere Beschaffenheit der Musik: Stein als Klang: Erforschung der klanglichen Möglichkeiten dieses neuen Instrumentes. Stein als formale und mikroformale Inspirationsquelle: Einzelstücke, quasi aneinanderliegend.

2016 9' 00"

fossils&shadows, op. 17.2b (1999/2016)

Lithophon, Orgalitho, andere Steine

Fünf Aspekte bestimmen weitgehend die Form der 15 kurzen Stücke und die innere Beschaffenheit der Musik: Stein als Klang: Erforschung der klanglichen Möglichkeiten dieses neuen Instrumentes. Stein als formale und mikroformale Inspirationsquelle: Einzelstücke, quasi aneinanderliegend.

1999 Aufnahme 8' 00"

Steinschlag, op. 17.2a (1999)

Lithophon (c–c4) oder Marimba

Fünf Aspekte bestimmen weitgehend die Form der 15 kurzen Stücke und die innere Beschaffenheit der Musik: Stein als Klang: Erforschung der klanglichen Möglichkeiten dieses neuen Instrumentes. Stein als formale und mikroformale Inspirationsquelle: Einzelstücke, quasi aneinanderliegend.

1999 Aufnahme 4' 00"

Klangfäden – einzeln, op. 17.1b (1999)

Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello, Klavier, Schlagzeug

Aus einem anfänglich bunten Knäuel werden einzelne Klangfäden hervorgezogen: argento – nero – rossogiallo/ verdeblu – filo spinato I und II – senza filo.

1999 4' 00"

Klangfäden – einzeln, op. 17.1a (1999)

Saxophon, Klavier, Schlagzeug

Aus einem anfänglich bunten Knäuel werden einzelne Klangfäden hervorgezogen: argento – nero – rossogiallo/ verdeblu – filo spinato I und II – senza filo.

1999 Aufnahme 5' 00"

Phantasos – oder "Pavarotti's Traum*", op. 16 (1999)

Flöte solo

Programmnotiz: ...nach seinem aufsehenerregenden (Benefiz-) Konzert in der Londoner Royal-Albert-Hall, wo sich, am Höhepunkt des Abends, anstelle des hohen C's, sein linkes Auge aus dem Schädel löste, und wie ein tragisches Geschoss über die Köpfe des begeisternd applaudierenden Publikums hinwegsauste...

1997 Aufnahme 45' 00"

Koren-Fantasien, op. 15 (1997)

27 Imaginations-Studien zur griechischen Antike (Annäherungen an Stein)

Bariton, 2 Oboen, Heckelphon, Fagott, Schlagzeug

Texte: Aristoteles, Hippokrates, Ch. Mullack, Xenophon, Aristophanes, Hans Saner, Platon, Leonides von Tarent, Epikur

1997 Aufnahme 11' 00"

Nacht – Hirngespinste, op. 14 (1996–1997)

Kammerorchester

Eine fast gänzlich entmythologisierte Nacht, die zwei typische Nachtverhaltensweisen thematisiert. Das musikalische Material wurde grundlegend von den nächtlichen Veränderungen der Pulsfrequenz, der Körpertemperatur, der Hirnströme und des Atems bestimmt.

1996 Aufnahme 5' 00"

Rumori cardiaci, op. 13 (1996)

Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello, Klavier

Ein kurzes Nachtstück anlässlich der "ersten Herzschläge" des Ensemble Oggimusica.

1995 Aufnahme 26' 00"

Il rallentamento della sarabanda, op. 12 (1993–1995)

Solo-Klavier/Schlagzeug, Orchester

Ein Versuch, die Geschichte der Sarabande – ihren vermutlich aztekischen Ursprung und ihre fast 200 Jahre dauernde Züchtigung – musikalisch zu kommentieren. Raummusik. Stimmenmaterial, kleinere Zusatzinstrumente und zwei Präparationsvorrichtungen für den Flügel (Steinway D-274) sind als Leihmaterial erhältlich.

1995 3' 00"

Jahreszeiten ?, op. 11.3 (1995)

Schlag-, (bzw. Streichzeugtrio)

Leicht szenisch. Für Glockenspiel, 3 Flexatons, Windmaschine, 2 Klangstäbe (dis''', dis'''') und ein ferngesteuertes Windrad.

1994 9' 00"

Die gehaubte Braut, op. 11.2 (1994)

Eine kleine Hochzeitsmusik

Mezzosopran, Orgel

Texte: einige jap. Haikus, Barock-Lyrik und Computerbegriffe. Liebevoll-ironische Musik; zyklisch; in zwölf kurzen Abschnitten.

1991 18' 00"

Undici duettini, op. 11.1 (1991)

Violine, Viola

Recht intime Erinnerungs- und Imaginationsmusik. Einzelne Duette können nach Belieben zusammengestellt werden. (Für Elena, zur Hochzeit)

1994 Aufnahme 14' 00"

Omaggio ad Italo Calvino, op. 10b (1993–1994)

Klarinette, Violine, Violoncello, Klavier

Nach drei fantastischen Geschichten von Italo Calvino über die Entstehung der Welt: 1. Himmel aus Stein / 2. Ohne Farben / 3. Meteoriten.

1994 Aufnahme 14' 00"

Omaggio ad Italo Calvino, op. 10a (1993–1994)

Klarinette, Horn, Violine, Klavier

Nach drei fantastischen Geschichten von Italo Calvino über die Entstehung der Welt: 1. Himmel aus Stein / 2. Ohne Farben / 3. Meteoriten.

1992 Aufnahme 16' 00"

Speculum sibyllinum, op. 9 (1992)

6 Stimmen, 5 Blockflötenspieler, 6 Gamben, 2 Schlagzeuger

Neueinrichtung von kürzlich im Vatikan entdeckten Manuskripten eines anonymen Komponisten aus dem 12. Jh., der die gesamte Musikgeschichte teilweise vorwegnahm. Raummusik.

1991 50' 00"

Blütenlese, op. 8 (1990–1991)

18 Stiche, Stilleben und Grotesken

Solo-Sopran, gemischten Chor, Kammerchor, Kinderstimme, Instrumentalensemble

Texte: G. Ungaretti, H. Saner, R. Rechsteiner, E.M. Cioran, R. Heinzelmann, M. Buselmeier, E. Canetti, H. Burger, G. Bachmann. Ein zerreissend-widersprüchlicher Zyklus mit fallender Tendenz, der ausschliesslich in einer Kirche aufgeführt werden soll: Miteinbezug des ganzen Raumes.

1989 Aufnahme 26' 00"

... wie Risse im Schatten..., op. 7 (1988–1989)

Konzert für Flöte, Orchester

Auf dem Hintergrund von Jean Gebsers Idee einer fünfphasigen Bewusstseinswandlung der Menschheit (archaisch, magisch, mythisch, mental, integral) verkörpert der Solist das sich in seinem Umfeld verändernde Individuum.

1988 18' 00"

Duat, op. 6 (1988)

14 Zeichen

Kammerorchester

Quasi archäologische Fundstücke – im Umkreis des ägyptischen Totenbuches aus der staunenden Optik eines Menschen des 20. Jh. Wie 14 Fragmente einer verlorengegangenen Kultur: unvollständige Teile eines kaum erfassbaren vielschichtigen Ganzen. Duat – oder Amduat –: die Unterwelt der alten Ägypter, die Umkehrung alles Irdischen.

1987 13' 00"

Visions, op. 5 (1987)

Bläserensemble, 2 Schlagzeuger, Klavier

In 3 Sätzen: Grande danse froide, 9 Mikroludien, Epilog. Eingraviert in Nürnbergs alte Feuerglocke: "Wenn ich, Glocke, erklinge, nie gilt es nichtigen Dingen (...)"

1986 16' 00"

Vier Klangbilder, op. 4 (1986)

Bariton solo, Frauenchor, Blockflötenensemble, großes Orchester

Trotz der großen Besetzung: meist ruhige, von schlichten Texten eines Malers (Hans Erni) inspirierte Musik. So werden nicht nur Klänge, Linien und Rhythmen als Farbe verwendet, sondern auch die Instrumente des Orchesters, dessen Klangfarbenpalette durch Frauenstimmen und Blockflötenbässe erweitert wurde. – Grundbaustein der vier Lieder ist die Naturtonreihe. 1) deltafliegen 2) Heute nacht 3) erwachen 4) alles fliesst.

1986 Aufnahme 3' 00"

3 Skizzen, op. 3 (1986)

Streichquartett

Leicht szenisch. In der dritten Skizze: alle vier spielen gemeinsam auf dem Cello und „verstimmen“ gleichzeitig ein paar Saiten. Nr.1: Glocken, eine Hommage an P. Pasolini – Nr.2: Eine Hommage an die immense Expressivität von G. Kurtàg – Nr.3: Wie ein dunkler, schwerer Choral.

1986 17' 00"

Musik in 5 Teilen, op. 2 (1986)

3 Violoncelli, 2 Perkussionisten

Ein Spiel mit Formüberlagerungen. Geschrieben für Thomas Demenga und seine Violoncelloklasse, sowie für die Schlagzeugklasse der Musik-Akademie Basel.

1985 10' 00"

AnDante, op. 1.2 (1985)

Schlagzeugtrio, große Tonbandschlaufe

An Dante. Gedanken, ausgelöst durch die Lektüre „Die göttliche Komödie“. – Jedoch: Von „Läuterung“ ist nichts zu bemerken.

1984 Aufnahme 8' 00"

* * *, op. 1.1 (1984)

Xylophon, Marimba, 2 Spieldosen (insgesamt 3 Schlagzeuger)

Eine fast szenische Konfrontation: kindlich-versunkenes Spiel kontra perfekt-kalte Virtuosität. Geschrieben im Auftrag des Basler Schlagzeugtrios.

Veranstaltungen

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