reszeiten ?, op. 11.3 (1995)

Das leicht szenische Werk entstand für das 11Jahre-Jubiläum des Basler
Schlagzeugtrios. Verschiedene Assoziationsebenen spielten bei der Ausarbeitung der kleinen Komposition eine Rolle:
- der Ton "Dis",
- die durch mein neues Domizil im Tessin entstandene "Distanz" zu guten
Freunden in Basel,
- die Vorstellung eines quasi statischen "Tanzes" aller drei Musiker um
das kleinste der Mallet-Instrumente, das Glockenspiel,
und nicht zuletzt das "Bedürfnis", zur Gattung "Jahreszeiten" meinen bescheidenen Beitrag zu leisten. Allerdings in seltener Kürze und mit
Fragezeichen: erleben wir doch heute laue Dezemberabende genauso wie
klirrende Kälte im Juni. Oder verbringen wir die Jahreszeiten nicht
hauptsächlich in geheizten oder klimatisierten Innenräumen? Jedenfalls
erfahren wir sie vermehrt in einer gewissen Distanz und meist virtuell
in den Wetterberichten der Medien...