AnDante, op. 1.2 (1985)

Eigentlich: An Dante. Gedanken, ausgelöst durch die Lektüre „Die göttliche Komödie“. – Zuerst: Andeutung eines „Vorspiels“. – Dann: Dante’s Inferno (erster Abschnitt) als „wohlgeordneter Alltag“. Keine Spur von Feuer und Verdammnis, sondern unbeirrbares Fortschreiten, gefangen in der Angst, Kälte und logischen Entwicklungen. Ein Schreiten durch das Diesseits ohne Begegnung mit Vertrauten und auch gänzlich ohne liebende Führung: „Heute lichtet die Vernunft den dichten Nebel, und ich erkenne rings die oft geahnte Nacht. Niemand reicht mir di Hand; so tue ich den nächsten Schritt...“ (irgendwo auf-gelesen) – Zweiter Abschnitt: Von „Läuterung ist nichts zu bemerken. Und „den Schritt“ tue nicht ich. Ich werde gestossen, gejagt und treibe meinerseits den vor mir Gehenden mit auf den Abgrund zu. – Ein dritter Teil (Paradies) macht natürlich in diesem Bild keinen Sinn...